Was KI-Agenten können.

Wie Modelle, Kontext und Werkzeuge zusammenarbeiten. Und wie viel ein Agent selbstständig erledigt.

SO ARBEITET EIN AGENT

Eine KI mit Gehirn und Armen.

Das Modell plant die nächsten Schritte. Werkzeuge setzen sie um. Kontext und Memory liefern die Informationen für die Aufgabe.

Illustration eines Agenten mit vernetztem Kopf, Unterlagen und Werkzeugen für Browser, Kalender, Code und Dateien. Eine menschliche Hand erteilt eine Freigabe.
Eine Metapher für Software: Denken, Erinnern und Handeln werden durch Modell, Datenspeicher und Werkzeuge umgesetzt. KI-generierte Illustration.

Das Gehirn: das KI-Modell

Es verarbeitet den Auftrag, entwirft einen Plan und wählt den nächsten Schritt. Rückmeldungen aus Werkzeugen helfen ihm, den Plan anzupassen.

Der Schreibtisch: der Kontext

Hier liegen die Informationen für den aktuellen Schritt: dein Auftrag, Regeln, Gesprächsverlauf, Dateien und Werkzeugergebnisse. Das Kontextfenster begrenzt, wie viel das Modell gleichzeitig verarbeiten kann.

Das Notizbuch: Memory

Gespeicherte Fakten und Vorlieben können über eine Sitzung hinaus erhalten bleiben. Die Anwendung ruft passende Einträge ab und stellt sie dem Modell als Kontext bereit. Was gespeichert und wiedergefunden wird, regelt das jeweilige Produkt.

Die Arme: Tools

Werkzeuge lesen Dateien, durchsuchen das Web, bearbeiten Code oder tragen Termine ein. Apps binden sie etwa über APIs, Browsersteuerung oder MCP an. Jeder Zugriff hat eigene Berechtigungen.

Autonomie ist der Handlungsspielraum

Du legst Ziel und Befugnisse fest. Innerhalb dieses Rahmens kann der Agent Schritte selbst wählen, Ergebnisse prüfen und weiterarbeiten. Freigaben, Budget und Abbruchbedingungen setzen den Rahmen.

Ein Beispiel: einen Termin koordinieren

  1. Vorbereiten

    Der Agent liest freigegebene Kalender und schlägt freie Zeiten vor. Du buchst den Termin.

  2. Mit Freigabe handeln

    Der Agent bereitet Termin und Einladung vor. Du bestätigst den Versand.

  3. Im Auftrag selbstständig handeln

    Der Agent bucht innerhalb vereinbarter Zeiten und Teilnehmerkreise. Bei Konflikten hält er an und meldet sich.

So entsteht ein Arbeitsablauf

  1. Auftrag erfassen
  2. Schritt planen
  3. Werkzeug nutzen
  4. Ergebnis auswerten

Das Ergebnis fließt in den nächsten Schritt ein. Der Ablauf endet am Ziel, an einer Freigabe oder an einer festgelegten Grenze.

Grundlagen und Quellen

Begriffe und Quellen abgeglichen am 09.10.2026. Das Terminbeispiel veranschaulicht mögliche Freigaberegeln.

Agenten und Arbeitsumgebungen

Desktop-Arbeitsoberflächen

Apps können mehrere Arbeitsweisen bündeln. Die ChatGPT-Desktop-App bietet etwa allgemeine Work-Aufgaben und den Codex-Bereich; dots ist ein darin erreichbarer dauerhafter Agent.

Allzweck-Agenten

Du beschreibst eine Aufgabe in natürlicher Sprache. Der Agent bearbeitet sie in seiner Arbeitsumgebung, etwa eine Recherche oder die Aufbereitung von Dokumenten.

Coding-Agenten

Sie arbeiten mit Quellcode und Entwicklungswerkzeugen. Sie können Fehler untersuchen, Funktionen ändern, Tests ausführen und vorhandene Projekte erklären.

Agenten-Plattformen

Hier richtest du Agenten und Abläufe selbst ein. Du verbindest Datenquellen und Anwendungen und legst Auslöser und Freigaben fest.

Selbst betriebene Agenten

Du installierst und betreibst den Assistenten in einer eigenen Umgebung. Du kümmerst dich um Modellzugang, Rechte und Betrieb. Auch dabei können externe Modell-APIs zum Einsatz kommen.

Das prüfst du vor dem Einsatz

  • Ergebnis festlegen

    Beschreibe, was am Ende vorliegen soll und woran du erkennst, dass die Aufgabe erledigt ist.

  • Zugänge prüfen

    Kläre, welche Dateien, Apps oder Repositories der Agent braucht. Gib die dafür nötigen Zugriffe frei.

  • Freigaben festlegen

    Bestimme, welche Aktionen du vor der Ausführung prüfen möchtest, etwa das Versenden einer Nachricht.

  • Einrichtung abschätzen

    Prüfe, ob ein vorhandener Agent die Aufgabe übernimmt oder ob du einen eigenen Ablauf einrichten musst.

  • Kosten begrenzen

    Sieh nach, wie die Nutzung abgerechnet wird und welche Limits du setzen kannst.

Häufige Fragen zu KI-Agenten

Welcher KI-Agent passt zu meiner Aufgabe?

Beginne mit dem gewünschten Ergebnis: Recherche, Büroarbeit, Automatisierung oder Code. Vergleiche anschließend Funktionen, verfügbare Zugänge, Einrichtung und Grenzen. Die Aufgabenfilter im Katalog helfen bei der Vorauswahl. Prüfe einen Kandidaten mit einer kleinen eigenen Aufgabe.

Was ist der Unterschied zwischen ChatGPT, dots und Codex?

Die gemeinsame Profilansicht unterscheidet ChatGPT mit Chat und Work, dots für fortlaufende Aufgaben und Codex für Softwarearbeit. App, CLI und App-Server sind Zugänge, deren Voraussetzungen im jeweiligen Profil stehen.

Wie aktuell sind die Angaben?

Jedes Profil nennt den Tag des Quellenabgleichs und verlinkt Anbieterquellen für Funktionen und Grenzen. Konditionen und Verfügbarkeit können sich danach ändern. Die redaktionelle Methode erklärt, wie die Angaben eingeordnet werden.

Sind die Agenten selbst getestet?

Dieser Katalog beruht auf öffentlich dokumentierten Anbieterangaben. Die Praxisbeispiele zeigen mögliche Aufträge und Prüfschritte. Eigene Produkttests und messbare Leistungsbewertungen sind in diesem Stand nicht enthalten.

Mit einer kleinen Aufgabe anfangen

Wähle eine begrenzte Aufgabe mit Testdaten und einem sichtbaren Ergebnis. Prüfe, wie viel Zeit der gesamte Ablauf braucht, einschließlich deiner Nacharbeit. Erweitere den Einsatz, sobald der Ablauf zuverlässig funktioniert.

Beispielauftrag auswählen

Die Profile beruhen auf Anbieterinformationen. Eigene Vergleichstests und messbare Leistungsbewertungen sind in diesem Stand nicht enthalten. Quellen und Methode